Geschichten aus dem Chor, wie sie das Leben schrieb. 

 

 

Oh du heiliger Ohrwurm
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Was man zum Singen wissen sollte
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Singen ist genauso gesund wie Meditation
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Chorsingen tut allen gut

 

 

Junge - dürfen im Chor jung bleiben,

Alte - werden durch Gesang wieder jung,

Eitle - dürfen sich in die erste Reihe stellen,

Bescheidene - stehen in der letzten Reihe,

Hervorragende - erhalten Solopartien,

Nörgler - dürfen über Dissonanzen meckern,

Egoisten - erhalten eigene Noten,

Geltungsbedürftige - dürfen lauter singen,

Ausdauernde - singen in mehreren Chören,

Fürsorgliche - verteilen Hustenbonbons,

Schreihälse - werden behutsam gedämpft,

Singles - bleiben nicht lange allein,

Magere - pumpen sich voll mit Luft,

Dicke - haben Bewegung und Freude,

Morgenmuffel - Proben sind erst abends,

Nachtschwärmer - feiern mit uns,

Große - kommen leichter ans hohe C,

Kleine - kommen leichter ans tiefe A,

Faule - dürfen im Sitzen singen,

Fleißige - erscheinen zu jeder Probe,

Eifrige - können auch zu Hause üben,

Reiselustige - dürfen Chorausflüge planen.

Singen ist auch gesund -
genauso gesund wie Sport!

 

Das zeigt das Ergebnis einer Untersuchung an Laienchor-Sängerinnen und -Sängern. Das Institut für Musikpädagogik der Frankfurter Universität hat bestätigt:
"Aktives Singen fördert die Produktion des Stoffes Immuglobin A im Speichel. Das ist der Stoff, der die oberen Atemwege vor Infektionen schützt." Aktives Singen nützt also dem Immunsystem!
Diese Erkenntnis ist neu. Bekannt dagegen ist seit längerem, dass aktives Singen dazu führt, dass sich Sängerinnen und Sänger "deutlich besser fühlen". Man weiß auch längst, dass das Musizieren in Gemeinschaft allgemein die Fähigkeiten als "soziales Wesen" steigert. Alles zusammen bedeutet: Singen ist gesund - mindestens "ähnlich gesund wie Meditation, Laufen, leichter aber regelmäßiger Sport", so stellt der Musikpsychologe Dr. Günter Kreutz, Privatdozent an der Universität Frankfurt, im Ergebnis fest.

S  P  A ß

Auch beim Singen muss ein wenig Spaß sein ...
Deshalb hier die nicht ganz ernst gemeinten 'zehn Gebote für den Chorsänger':

  1. Du sollst aus dem Chor herauszuhören sein, Deine Stimme ist die beste. Wenn alle leise singen, dann singe Du aus vollen Halse!

  2. Du brauchst beim Singen nicht den Mund aufzumachen. Das ist nicht vornehm. Bewege ihn nach Möglichkeit überhaupt nicht; um so deutlicher ist Deine Aussprache.

  3. Mache beim Singen ein finsteres, grimmiges Gesicht, etwa so wie Napoleon nach der Schlacht bei Waterloo.

  4. Die Chorproben sind nur für Minderbegabte. Du kannst es auch so. Darum fehle öfters mal. Wenn Du aber trotzdem kommst, dann komme wenigstens zu spät - Man erkennt dann Deine Genialität. Außerdem ist es vornehm und hebt Dich aus dem gewöhnlichen Chorvolk heraus.

  5. Die Anweisungen und Erklärungen des Chorleiters gelten natürlich nur für die anderen. Du weißt das ja längst alles besser und langweilst Dich. Es ist gut, wenn Du das durch Gebärden und halblaute Bemerkungen zum Ausdruck bringst.

  6. Du hast es nicht nötig, nach Noten zu singen, denn Du hast Anspruch darauf, daß Dir Deine Stimme extra mit Klavierbegleitung beigebracht wird - und damit basta.

  7. Die Notenhefte leben länger, wenn Du den Deckel nach hinten klappst, die Blätter knickst oder rollst und das ganze ab und zu fallen läßt. Im übrigen gehen Dich die Notenhefte nichts an; das ist Sache des Notenwartes.

  8. Versäume keine Gelegenheit, dich mit dem Nachbarn zu unterhalten. Das belebt die Chorprobe, und der Chorleiter kann dann viel konzentrierter arbeiten.

  9. Achte gut darauf, daß Deine Leistungen gebührend anerkannt werden. Kritisiere viel und weise darauf hin, daß früher alles besser war.

  10. Vergiß nie, daß es ein besonderes Entgegekommen ist, daß du überhaupt mitsingst und daß Du der ideale Chorsänger bist.

 

Stimmerzeugung

 

Die menschliche Stimme wird durch das Zusammenwirken der beiden Stimmbänder im Kehlkopf und den Ansatzräumen erzeugt.

Der Kehlkopf stellt den oberen Abschluss der Luftröhre dar, er liegt vorne im Hals und ist besonders bei Männern oft deutlich als Adamsapfel zu erkennen. Im Kehlkopf sind die beiden Stimmlippen gespannt, komplexe Muskel- und Gewebeschichten, deren Stellung durch Muskeln, Knorpel und Gelenke verändert werden kann. Die Stimmlippen können die Luftröhre bis auf einen kleinen Spalt verschließen. Diese engste Stelle im Kehlkopf bezeichnet man als Stimmritze (Glottis). Die Stimmritze wird zum Atmen durch Abduktion der entspannten Stimmlippen weit geöffnet, damit die Luft ungehindert ein- und ausströmen kann. Um stimmhafte Töne zu erzeugen, versetzt die aus der Lunge strömende Luft die Stimmlippen in Schwingungen, ähnlich dem Rohrblatt eines Holzblasinstrumentes. Je entspannter die Stimmlippen sind, desto langsamer schwingen sie und der Grundton des Klanges wird tiefer. Sind sie angespannter, schwingen die Stimmbänder schneller und der Ton wird höher.

Der im Kehlkopf produzierte primäre Kehlkopfklang wird nun in den Ansatzräumen verändert. Unter den Ansatzräumen, auch Vokaltrakt benannt, versteht man die lufthaltigen Räume oberhalb der Stimmlippen (Rachen, Mund- und Nasenraum).

Die Tonhöhe des Grundtons der menschlichen Stimme liegt für die männliche Stimme bei etwa 125 Hz, für die weibliche bei etwa 250 Hz. Kleine Kinder haben eine Tonlage um 440 Hz. Ursache dieser Unterschiede ist die unterschiedliche Größe des Kehlkopfes und damit der Länge der Stimmlippen. Der Stimmumfang beträgt 1,3 - 2,5 Oktaven. Der Frequenzbereich der menschlichen Stimme mit den Obertönen beträgt etwa 80 Hz bis 12 kHz. In diesem Frequenzgang befinden sich Frequenzabschnitte, die für die Sprachverständlichkeit, die Betonung der Vokale und Konsonanten sowie Brillanz und Wärme eine Rolle spielen.

Während des Stimmbruchs, meist etwa im Alter von 11 bis 15 Jahren, werden bei Jungen und Mädchen die Stimmlippen dicker und länger, die mittlere Sprechstimmlage sinkt dabei bei Jungen um eine Oktave, bei Mädchen um eine Terz, der Stimmumfang erhöht sich auf etwa 2 Oktaven.

Zum Vormerken:

Nächste Vereinstermine.

Vatertag am 30.05.2019

 

 

 

 

 

 



 

 

 

Nächste Chorprobe:

Nächste Singstunde am 07.05.2019

19:30 im Bürgerhaus

 

              

 

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